Idee

Mit ‹Caraba› als erstem Spielfilm zum Thema freie Bildung schaffen wir eine einzigartige Chance, Jung und Alt zu inspirieren, ihre Vorstellungen von Bildung und vom Aufwachsen junger Menschen in Bewegung zu bringen. Wie können wir die Natürlichkeit, mit der jeder junge Mensch laufen und sprechen lernt, aufgreifen und Bedingungen für die Fortsetzung schaffen? Uns motiviert die Suche nach zeitgemäßen Bildungs- und Spielräumen.

In den vielen Auseinandersetzungen der letzten Jahre, die wir intensiv verfolgt haben, wurde uns deutlich, dass eine Grundsatzdiskussion dazu, was Bildung ist, fehlt. Wir glauben, dass eine grundlegende Veränderung der Bildungslandschaft, die überfällig ist, nur möglich wird mit einem Umdenken, einer neuen Sicht auf Bildung. Gleichzeitig fehlen Bilder, wie Bildung selbstbestimmt und aus dem Leben heraus gelebt werden kann. Durch exemplarische Bilder wollen wir mit ‹Caraba› anregen, über zukünftige Bildungslandschaften nachzudenken. Auch für die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, sind Visionen für einen grundlegenden Blickwechsel auf Kindheit und Bildung dringend notwendig.
Wir sehen in dem Medium Film einen zeitgemäßen Ansatzpunkt für Auseinandersetzungen über die Zukunft. Gerade durch einen Spielfilm, der Lebensfäden von Protagonisten verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft und Sozialisierung verknüpft, schaffen wir vielfältige Zugänge, um ein breites Publikum anzusprechen. Durch weitreichende Vernetzung und ein immer größer werdendes Interesse an neuen Rahmenbedingungen für Bildung werden wir viele tausend Menschen erreichen und so zu einem Umdenken beitragen. Wir sehen in dem Projekt ‹Caraba› die Chance, Bilder einer Bildungslandschaft, die wir wollen, anzuregen.

Testimonials

Sehr ambitioniert, ebenso inspirierend, ermutigend und in der aktuellen Bildungsdebatte von eminenter Bedeutung – chapeau!

Heinz-Jürgen Rickert

Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen Deutschland

Ich empfinde die dem Film zugrundeliegende Idee als fruchtbare Provokation dazu, sich konkrete Biographien vorzustellen, die ohne Schul- und Bildungszwänge einen lichtvollen Weg in die Zukunft ermöglichen – was eigentlich für die meisten Berufe jahrhundertelang und bis vor kurzer Zeit geschah. Diese Provokation ist nämlich in einer Gegenwart notwendig, die endlich verstehen sollte, dass Vertrauen in das Ich allein, und nicht Institutionalisierung und bürokratisierte Professionalisierung unsrer Kultur eine authentische Zukunft schenken könnte.

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Salvatore Lavecchia

Professor für Geschichte der Antiken Philosophie