Das Projekt
Das Projekt | CaRabA

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# Was ist Bildung

Dass es nicht so weitergehen kann mit der Bildung – da sind sich viele einig. In den umfangreichen Auseinandersetzungen der letzten Jahre, die wir intensiv verfolgt haben, wurde uns allerdings deutlich, dass Bilder fehlen, wie zukünftige Bildungslandschaften aussehen könnten, die junge Menschen in ihrer Würde ernst nehmen. Für die Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, ist ein grundlegender Blickwechsel auf Kindheit und Bildung dringend notwendig.

Die aktuellen Debatten verbleiben meistens innerhalb der Beschulungsideologie: sie kreisen in der Regel um Schulkritik, Schulreformen und Schulersatz (Alternativschulen) manchmal auch um häusliche Beschulung („homeschooling“).

Für neue Bilder der Bildung sind Grundsatzdiskussionen unabdingbar. Wir wollen ethische Haltungen und die Frage nach dem Mensch-Sein ins Gespräch bringen. CaRabA wird den Anstoß dazu geben: Durch die spielerisch-leichte wie ernsthafte Erkundung der Folgen einer neuen gesellschaftlichen Situation – einem Leben ohne die Institution Schule.

CaRabA will eine neue Perspektive eröffnen, die sich nicht mehr bloß an den bestehenden Problemen und Ungerechtigkeiten abarbeitet, sondern Entwürfe zeigt, wie es anders gehen könnte.

Es geht uns um das Mögliche, das Ersehnte, das Utopische.

# Lasst uns reden

Der Film CaRabA entstand mit dem Anliegen Gesprächsräume zu schaffen. Im Rahmen von CaRabA laden wir zu einem breiten Gespräch ein, was „leben“ eigentlich heißt und wie wir besonders junge Menschen daran teilhaben lassen – oder eben nicht. Dabei haben wir keine fertige Antwort im Gepäck. Sich gemeinsam auf den Weg zu machen und Visionen einer möglichen, anderen Welt zu erschaffen ist unser Ziel.

Durch exemplarische (Film)Bilder wollen wir Mut machen, einen radikalen Blickwechsel auf Bildung und Kindheit zu wagen.

Joshua Conens (künstlerische & wirtschaftliche Leitung)

Joshua Conens (künstlerische & wirtschaftliche Leitung)

„Das ist eine Erfahrung, die ich ganz klar aus meiner Schulzeit mitnehme: Wie man relativ früh lernt, dass das, was einen selbst interessiert und begeistert, eigentlich keine Rolle spielt im Leben, sondern dass man abstrakten Vorgaben zu folgen hat, die sich irgendwer ausgedacht hat.“

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zum film

2014

Erste Vorgespräche und Konzeption

2017

Dreh in 34 Tagen von Ende August bis Mitte November.

2018

40.000 Euro durch Crowdfunding im Juni

2018

Fertigstellung des Films im Herbst

2019

Öffentliche Premiere voraussichtlich im Januar

2019

CaRabA läuft bundesweit in den Kinos ab Januar

2019

Veranstaltungen in Schulen & Kulturzentren voraussichtlich ab Mai

2019

DVD erhältlich voraussichtlich ab Mai

Genre:
Episodenfilm, Coming of Age

Voraussichtliche Länge:
110 Minuten

Auswertung:
Festivals / Kino / Schulen, weitere Bildungseinrichtungen, Kulturzentren, Projekträume etc. / DVD / Video-on-Demand

Untertitel:
Englisch sicher, weitere geplant

# Handlung

In fünf Episoden wird der Zuschauer mitgenommen in einen Alltag, wo die Zeit, die vorher für die Schule reserviert war, nun anders gestaltet werden kann und muss konsequent erzählt aus der Perspektive der jungen Protagonist*innen, die zwischen 8 und 24 Jahre alt sind.

Dabei wird erfahrbar, wie aus den vielfältigen Möglichkeiten des ungehinderten Lebens, wenn die Kräfte des Schicksals und der eigenen Neugierde zum bestimmenden Moment werden, Leidenschaften und Begeisterung entstehen, die schließlich und fast unweigerlich auch Kompetenzen mit sich bringen.

Andreas Laudert (Autor)

Andreas Laudert (Autor)

“Als ich anfing zu schreiben, wurde mir klar, dass es um Beziehung gehen muss, darum, zu erzählen, dass das Schicksal im Alltag Raum und Zeit braucht, um einzugreifen. Dass es keine Zufälle gibt, sondern Dinge sich fügen, wenn die Zeit reif ist. Genau das hat viel mit sich bilden zu tun. Wie schule ich mich denn? Was ist der Stoff, den ich zu formen, den ich mir anzueignen habe? Das bin ich selbst. Ich kann jeden Tag lernen – wenn ich wirklich bemerke, was mir passiert, was mir fehlt oder über den Weg läuft. Schule funktionalisiert Beziehungen oft. Im Fokus steht der Unterricht, der nicht gestört werden darf, aber der für viele Kinder selber die Störung ist. Entscheidendes findet dann in der Pause statt.”
(aus einem Interview mit der Erziehungskunst)

# Entstehung

CaRabA wurde geboren im April 2014, als der freischaffende Philosoph Bertrand Stern die wahnwitzige Idee hatte, einen Film auf die Beine zu stellen, der visionär eine mögliche Zukunft der Bildungslandschaft darstellt. Mit Joshua Conens fand er den Partner um dieses Vorhaben in die Welt zu bringen – er konnte sich sofort mit dem Anliegen verbinden und übernahm die gesamte Umsetzung und Realisierung des Projektes.

Nach vielen inhaltlichen Gesprächen und Diskussionen wurden die fünf Geschichten in einer Welt ohne Schulen entwickelt.

Der 100-minütige Film CaRabA wurde schließlich von August bis Oktober 2017 nach 3,5-jähriger Vorbereitung in Berlin gedreht. Mit über 60 Schauspieler*innen, mehr als 200 Komparsen*innen und über 40 Drehorten wurde das Mammut-Projekt von einem professionellen Filmteam umgesetzt. Neben dem inhaltlichen Grundimpuls stand immer im Fokus, ein hochwertiges, künstlerisches Werk zu schaffen.

Nach dem aufwendigen Schnittprozess, bei dem viele Monate mit der Dramaturgie des Episodenfilms gerungen wurde, folgt ab Herbst 2018 die Festivalauswertung. Der Hauptfokus für die Auswertung liegt auf Kinos – die Gespräche mit Vertrieben laufen.

Dabei wurde CaRabA von Anfang an mit sehr viel Herzblut, persönlichem Einsatz und vielen helfenden Händen realisiert. Als gemeinnütziges Projekt mit sehr begrenzten Mitteln war und ist CaRabA eine echte Herausforderung, die nur so überhaupt gemeistert werden konnte. Mehr zu den beteiligten Menschen.

# Finanzierung

Unser Ziel ist ideell – wir wollen etwas bewegen, nicht wirtschaftlich Erfolge erzielen. Das heißt, dass wir unabhängig von großen Sponsoren oder inhaltlichen Einschränkungen durch Förderer sind. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass alle Beteiligten mit sehr viel Herzblut und weitestgehend ehrenamtlich an diesem Projekt mitgewirkt haben.

Wesentlich zur Finanzierung des Vorhabens war ein großes Crowdfunding, bei dem fast 40.000 Euro zusammen kamen: www.startnext.de/caraba
Weitere Unterstützung ist sehr willkommen. Weitere Infos dazu unter Kontakt.

Rechtlicher Träger des Projektes ist der gemeinnützige Verein “Zwischenzeit e.V.” mit Sitz in Berlin.